Wochenimpuls

Fernweh

Foto: Ute Quaing In: Pfarrbriefservice
Kennen Sie das auch, dieses Gefühl, endlich mal raus zu müssen? Raus aus dem Alltag, ans Meer, in die Berge, an exotische Orte, um all das zu erleben, was ich zu Hause nicht habe. Die meisten von uns erfüllen sich diesen Wunsch einmal im Jahr, in den Ferien. Die Ferien starten an diesem Wochenende, doch zu dem Zeitpunkt, an dem ich dieses Geistliche Wort schreibe, weiß ich noch nicht, ob unser Flieger in Richtung Süden in diesem Jahr starten wird. Und das geht sicher nicht nur uns so.
Eigentlich ist das nur ein Luxusproblem, aber trotzdem glaube ich, dass wir unsere Sehnsüchte ernst nehmen müssen.

Folgendes Gebet für „Zweifler, Ungläubige und andere gute Christen" von Hedi Porsch, Monika Schraut und Johannes Simon hat mir da weitergeholfen:

Fernweh
Gott, ich stehe vor dir. Kannst du es mir recht machen? Kann das Leben es mir recht machen? Kann ich mit mir selbst in Frieden leben?
Das Leben kann so zwiespältig sein: Zuhause drängt es mich nach draußen. Unterwegs sehne ich mich nach Ruhe. In Ruhe denke ich über Abwechslung nach.
Bring mich zu mir. Bring mich zu dir.
Lass mich das Leben immer wieder neu lernen.
Du! Du – „Ich bin da"

Zu Gott finden und zu mir selbst finden, das kann ich auf langen Wanderungen, Rad-touren durch die Region, bei guten Gesprächen und stillen Minuten in einer kühlen Kirche….Vielleicht lerne ich ja in dieser besonderen Zeit, dass ich gar nicht so weit weg muss, um mein Fernweh zu stillen und wer weiß, vielleicht treffen wir uns ja auch an dem ein oder anderen Sehnsuchtsort.

Ihre
Susanne Hardes, Gemeindereferentin