Wochenimpuls

Alles ganz anders!

Foto: Martin Manigatterer In: Pfarrbriefservice
Alles anders als gewohnt, als geplant, als gedacht - vielleicht sind wir auf einmal dem Geschehen in Jerusalem vor knapp 2000 Jahren viel näher als sonst.
Keine Osternachtsfeier, kein Osterurlaub, keine Familienfeier - stattdessen Fragen und Sorgen, Angst, sogar Panik. Stattdessen Langeweile oder Arbeitsüberlastung, blank liegende Nerven, für gar nicht so wenige sogar Lebensgefahr oder auch die Trauer über den unerwarteten Tod eines lieben Menschen.

Das ist in vieler Hinsicht der damaligen Situation nicht unähnlich. Was gewohnt war und selbstverständlich, was sonnenklar erschien, wird auf einmal fragwürdig, brüchig, verletzlich.

Die Jünger, noch getragen von der Begeisterung des Empfangs in Jerusalem, sind sofort ver-unsichert, als Jesus sagt: „Einer von euch wird mich verraten." Einer nach dem andern fragt ihn: „Bin ich es etwa, Herr?" Ihre leicht großspurige Selbstsicherheit („Dann lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben." oder: „Niemals werde ich dich verraten.") ist schnell dahin.

Glaube ist nichts, was wir ein für alle Mal haben. Doch gerade diese Tage zeigen uns: Alle Zweifel und Fragen, jede „Kleingläubigkeit" unsererseits bringen heute wie damals Jesus nicht von seinem Weg ab. Er geht ihn, weil wir ihm am Herzen liegen.

Und am Ende wird sich zu unserem großen Glück wieder neu zeigen: Der Tod hat nicht das letzte Wort.
Alles ist ganz anders!
Gott sei Dank!
Er verlässt keinen von uns, wie schwer uns Glauben und Vertrauen vielleicht auch fallen.
Jesus lebt!

Eine gesegnete Karwoche, in Gottes Geist verbunden, wünscht Ihnen
Claudia Fischer, Gemeindereferentin