Wochenimpuls

Das ist mein geliebter Sohn

Foto: Johannes Berg In: Pfarrbriefservice
Als Jesus getauft war, öffnete sich der Himmel,
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.
Und die Stimme des Vaters aus dem Himmel sprach:
Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen habe."

Liebe Schwestern und Brüder,

mit diesem Sonntag, dem Fest der Taufe des Herrn, endet bereits wieder die Weihnachtszeit. Jesus steigt in den Jordan hinab um sich taufen zu lassen. Er, der Sohn Gottes, ordnet sich in die Menge der Menschen ein, die zu Johannes gekommen ist, um sich als Zeichen der Umkehr taufen zu lassen. In diesem Geschehen wird vom Vater der Sohn offenbart:

„Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen habe."

Jesus von Nazareth, der dreißig Jahre unerkannt unter den Menschen gelebt hat, tritt nun in die Öffentlichkeit. Sein Wirken beginnt.
An dieser Stelle lohnt sich ein Blick zurück in die letzten Wochen und auf die Geheimnisse, die wir gefeiert haben.

Weihnachten: Ein Kind wird geboren - Jesus von Nazareth - der Sohn Gottes kommt in die Welt. Zu ihm kommen zunächst die Hirten. Die Freude der Weihnacht - wird ihnen offenbart. Am Fest der Erscheinung des Herrn kommen die drei Weisen um das Kind anzubeten. Die Botschaft der Menschwerdung Gottes wird geweitet. Gott ist nicht nur für das Volk Israel (Hirten) Mensch geworden, sondern für alle Menschen (die drei Weisen/Könige). In der Taufe Jesu werden zwei Dinge offenbart. Zum einen die Person. Jesus von Nazareth ist der geliebte Sohn Gottes. Zum anderen sein Auftrag. Der Grund und Zweck seiner Geburt zeigt sich: Es öffnete sich der Himmel.
Durch und in Christus öffnet sich der Himmel für uns Menschen. Er ist Mensch geworden, um uns den Weg zum Vater zu eröffnen.

Alles, was wir in den letzten Wochen gefeiert haben, findet in dieser Botschaft seine Erfüllung. Das Fest der Taufe des Herrn kann auf diese Weise ein Fest des Übergangs werden, hinaus aus der Weihnachtszeit in unseren Alltag hinein. Gott ist Mensch geworden, aber er bleibt nicht das kleine Kind der Krippe, sondern vollzieht seine Sendung, uns Menschen zum Vater zu führen. Lassen wir uns ergreifen von dieser Botschaft und, gestärkt durch die Feier der Weihnacht, mit Jesus Christus unseren Weg zum Vater gehen.

Dazu wünsche ich uns viel Kraft,
Mut und Gottes Segen!

Ihr Benedikt Kickum, Vikar