Wochenimpuls

Liebe Leserinnen und Leser,

Foto: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice
heute hören wir im Evangelium von der Verklärung Jesu.
Verklärung – ein theologischer Begriff. Umgangssprachlich meinen wir damit, dass etwas Schwieriges beschönigt wird.
Das ist jedoch hier nicht gemeint.
Das Evangelium beschreibt eine Verwandlung, die Sonne auf Jesu Gesicht, seine Kleider blendend weiß.
Verklärung ist kein Dauerzustand, bleibt aber unvergessen. So weist diese Erfahrung nicht nur für den Augenblick über das rein Irdische und Menschliche hinaus. Es trägt auch durch den Alltag. Ein Stück vom Himmel.

Die Menschen der ersten christlichen Gemeinden, für die diese Texte geschrieben wurden, lebten in Zweifel: Zweifel an Gott, Zweifel an Jesus Christus, Zweifel an sich selbst. `Lohnt sich das alles? Ist das nicht vielleicht doch alles Quatsch? Ich bin es leid.`
Auch die Jünger im heutigen Evangelium haben es nicht leicht. Wohl deshalb wollen sie diesen himmlischen Moment festhalten, wollen Hütten bauen, innehalten. Mose, Elija und Jesus sollen einfach bleiben.
Dann ist alles auch schon wieder vorbei.
Doch die Antwort auf ihre Zweifel, und damit auch auf unsere Zweifel, bleibt: `Dieser ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.´
Ja, es lohnt sich! Vertrau auf Gott!

Lassen auch wir uns bestärken. Von der Verheißung, die uns Generationen überliefert haben. Vom gelebten Glauben der anderen. In der Hoffnung, dass sich bei uns alles verklärt und dann alles klar ist, für heute und für die Ewigkeit.

Herzliche Grüße

Ute Völlmecke, Gemeindereferentin