Wochenimpuls

Liebe Leserinnen und Leser!

Foto: Ute Völlmecke
Auf dem Bild sehen Sie das Drei-Hasen-Fenster, das wir im Kreuzgang des Paderborner Doms finden können: Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei.
Wenn wir genau hinschauen, sehen wir drei Hasen und drei Ohren, die so angeordnet sind, das dennoch jeder Hase zwei Ohren hat.

Dieses weit bekannte Motiv verweist auf die Dreifaltigkeit Gottes, die wir am heutigen Dreifaltigkeitssonntag feiern.

Unsere Religion ist voll von Geheimnissen und logisch nur schwer nachzuvollziehenden Aspekten. Die Dreifaltigkeit Gottes gehört wohl zu den größten kognitiven Herausforderungen. Wie sollen wir uns das also vorstellen? Gott ist einer und zugleich drei?

Vielleicht hilft ein Blick auf uns Menschen: Wir sind je nur eine Person und bestehen doch in drei Dimensionen: Wir bestehen aus Körper, Psyche und Seele. Ist unser Körper krank, brauchen wir einen Arzt, die Psyche benötigt ggf. einen Psychologen, unsere Seele die Seelsorge unserer Mitmenschen.

Jede Dimension können wir einzeln betrachten, doch gehören sie untrennbar zusammen. So lässt sich das Geheimnis der Dreifaltigkeit Gottes, das Zusammenspiel von Vater, Sohn und Heiligem Geist, vielleicht erahnen. Es gibt nur einen Gott, wie wir auch in der heutigen Lesung aus dem Buch Deuteronomium lesen können. Jedoch entfaltet er seine Macht, Genialität und Herrlichkeit in drei Dimensionen.

Der Mensch als Geschöpf trägt einen Funken des göttlichen Schöpfers in sich. Jeder einzelne Mensch ist ein von Gott gewolltes Original, individuell und unersetzbar.

Auch das dürfen wir am Dreifaltigkeitssonntag feiern!

Herzliche Grüße!

Ute Völlmecke, Gemeindereferentin