Wochenimpuls

Liebe Schwestern und Brüder,

Foto: Image Gott möchte alles mit dem Kleinsten beginnen.

Im Gleichnis des Senfkorns lehrt uns Jesus im Kleinen ein treuer Verwalter zu sein. Jesus zeigt uns, dass alles aus dem Kleinen entsteht und wächst.

Das Senfkorn ist das Kleinste von allen Samenkörnern.
Aber aus diesem Senfkorn wächst eine riesige Staude.
Eine Senfkornstaude kann über zehn Meter hoch werden.
Und da kann man sich auch vor-stellen, dass die Vögel des Himmels darin ihre Nester bauen. In diesem winzig kleinen Samenkorn liegt so viel Kraft, dass daraus eine riesige Staude wird.

Jesus sagt: „Genauso sicher wie aus einem winzigen Senfkorn eine große Staude wächst, genauso sicher wird aus ganz kleinen Anfängen etwas großes wachsen." Und so ist auch das kleine Volk Israel groß geworden. Gott ist immer ein Gott der kleinen Anfänge. Er will uns ermutigen, auch mit unseren eigenen, manchmal bescheidenen Möglichkeiten mitzuwirken am Aufbau des Reiches Gottes, an der Verbesserung der Welt. Er, Gott selbst, wird Wachstum ermöglichen.

Doch es gibt auch Menschen, die nur schwarzsehen und ihre eigene Zukunft und die Zukunft der gesamten Welt als hoffnungslos betrachten, die Pessimismus säen und Weltuntergangsstimmung. Und auch die Senfkörner des Hasses, der Unwahrheit und der Gewalt, auch das Samenkorn des Antisemitismus schlagen in Deutschland gerade wieder Wurzeln.
Darum ist es allerhöchste Zeit, dass wir dagegen etwas tun und wieder anfangen, das Senfkorn Hoffnung zu säen!

Wenn wir solche Zeichen der Hoffnung pflanzen, dann werden wir auch die entsprechenden Früchte wachsen sehen.

Joby Kallarakkal, Pastor