Wochenimpuls

Mögen Sie den November?

Foto: Milaborka In: Pfarrbriefservice
Ehrlich gesagt, ich gar nicht. Wehmütig denke ich an den Sommer und die schöne Zeit in Garten und Natur zurück.

Doch folgender Text von Andrea Schwarz hilft mir, mich mit dieser trüben Zeit doch etwas anzufreunden:

"Ehrlich gesagt – ich mag den November. Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung ziemlich alleine stehe, für die meisten Mitmenschen ist dieser Monat nur grau und trist und traurig. Und wer es sich zeitlich und finanziell leisten kann, entflieht der Nebelküche und tankt irgendwo im Süden ein paar Sonnenstrahlen.

Aber ich brauche diese Tage, an denen es manchmal so gar nicht richtig hell werden mag, diese Tage mit dem Schmuddelwetter, an denen einen der Blick aus dem Fenster leicht melancholisch werden lässt. Es ist die Zeit, in der die Vorfreude auf die Tage des Advents in mir zu wachsen beginnt, in der die Sehnsucht nach Licht und Wärme in mir neu lebendig wird – und es ist die Zeit, in der ruhig auch mal ein wenig Traurigkeit in mir sein darf, diese Traurigkeit des zu Ende gehenden Herbstes. Es ist so eine Art „Pufferzeit" zwischen den letzten goldenen Herbsttagen und der Kaffeestunde am Adventskranz mit der ersten brennenden Kerze. Der November ist die Zeit des Übergangs, nicht mehr so richtig Herbst, aber auch noch kein Winter.

Es ist das „dazwischen" von Tod und Abschied einerseits und von Erwartung und Neubeginn andererseits."

So wünsche ich uns in diesem Sinne einen gesegneten November.

Susanne Hardes, Gemeindereferentin