Wochenimpuls

"Herr, lehre uns beten!"

pfarrbriefservice.de

"Herr, lehre uns beten!", so bitten die Jünger Jesus und er lehrt ihnen ein einfaches Gebet, das Vater unser.

Schon die Jünger wussten anscheinend nicht, wie das mit dem Beten geht, wie man richtig betet. Auch heute fällt es vielen Menschen schwer zu beten, sei es, dass es daran liegt, dass sie nicht an Gott glauben, sei es, dass sie darin keinen Sinn sehen, oder sei es, dass sie nicht wissen, wie man beten kann.

Es gibt viele Formen des Gebets. Am einfachsten ist es, vorformulierte Gebete zu sprechen, aus dem Gotteslob oder einem anderen Gebetbuch. Oder den Rosenkranz zu beten. Ein Tischgebet zu sprechen.

Ich kann aber auch mit eigenen Worten zu Gott beten, ihm sagen, wie es mir gerade geht, ihm mein Herz ausschütten, ihm für etwas danken, ihn um etwas bitten.

Ich kann aber auch die Bibel zur Hand nehmen und einen Text auf mich wirken lassen und mich fragen: Was will Gott mir sagen?

Ich kann mich aber auch einfach ein paar Minuten still in eine Kirche setzen oder auch zu Hause an einem besonderen Ort und versuchen, die Gegenwart Gottes in mir zu spüren. Auch das ist Gebet.

Die Zeit der Sommerferien ist bei vielen Menschen entspannter. Vielleicht nutzen Sie diese Zeit einfach, um mal wieder regelmäßig zu beten, das Gebet einzuüben. Denn auch Beten ist ein Stück Arbeit, es kostet manchmal etwas Überwindung, es zu tun. Wenn es ruhiger im Leben zugeht, dann ist es einfacher, etwas Neues auszuprobieren.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte Ferienzeit und gute Begegnungen mit Gott im Gebet und im täglichen Tun.

Dietmar Schulte, Pastor